[Update] Minisforum MS-A1

Den Originalartikel zu unserem Minisforum MS-A1 findet ihr hier.

Zusammenfassend waren wir auf der Suche nach einem möglichst kompakten Gehäuse und sind auf das Minisforum MS-A1 Barebone gestoßen, das trotz extrem kleiner Abmessungen vollwertige AM5-CPUs bis zur Ryzen-8000-Serie unterstützt. Mit Platz für bis zu vier M.2-SSDs, 96 GB DDR5-RAM und einer leistungsfähigen Kühlung verspricht das System hohe Performance auf kleinstem Raum – ideal für kreative Workloads, Home-Server oder sogar ein reines SSD-NAS. Im Test überzeugt das durchdachte Design und die Leistung des Ryzen 7 8700G, kleinere Kritikpunkte bleiben bei Lüftersteuerung und RAM-Tuning.

Update in 2026

Nachdem wir einige Zeit vergehen lassen haben und immer mal wieder auf der Support Seite von Minisforum vorbei geschaut haben, kam jetzt endlich das ersehnte Update.

BIOS 1.12

Wenn auch etwas mühselig zu aktualisieren. Das Minisforum BIOS bietet keine USB Flash Option, wie sonst eigentlich jeder Hersteller.

Die Variante UEFI Flash unter Windows ist in dem Fall an ein gesondertes Flashprogramm gekoppelt, welches nur mittels mehrere Variablen wirklich den korrekten Schreibvorgang durchführt. Falls ihr da genauere Informationen braucht, schreibt es gern in die Kommentare.

Wir haben uns den Inhalt der BAT Datei näher angeschaut, ein einfaches ausführen war an dieser Stelle nämlich nicht möglich.

Danach eine Verknüpfung der EXE aus dem BIOS 1.12 erstellt und die Variablen aus der BAT Datei hinter den Pfad der Verknüpfung kopiert. Resultat, die EXE startet mit den zusätzlichen Variablen und schreibt das neue BIOS bzw. UEFI.

Warum das Ganze fragt ihr euch vielleicht?

Wir haben im initialen Test moniert, dass nur maximal 5200 MT/s beim RAM unterstützt werden und man somit doch etwas die verfügbare Leistung der iGPU und des Systems im Allgemeinen zurückhält. Zumindest, wenn wir in unserem Beispiel, 5600 MT/s RAM verbaut ist.

XMP oder EXPO wird zwar immer noch nicht unterstützt, allerdings lassen sich jetzt die Megatransfers und alle Timings einstellen. Mit Wahl von 5600 MT/s und den restlichen RAM Einstellungen im UEFI auf AUTO hat das Board automatisch auf die Porfileinstellungen geschaltet. 

Dies Resultiert in einem Boost der Performance der Grafikkarte sowie vom RAM selbst, wie es uns PassMark bescheinigt.

Zur Erinnerung vorher:

Mit neuem 1.12 UEFI:

Die CPU selbst hatte zwar einen 1% Einbruch, alle anderen Parameter sind ins Plus gedreht. Nur durch das UEFI Update und die damit erhöhten RAM Takt Einstellungen. 2D Grafik +7%, 3D Grafik +3%, RAM +3%, SSD ca. identisch.

Im Cinebench 2024 wird für die CPU ca. die selbe Leistung wie zuvor bescheinigt. Links vor dem Update, rechts nach dem Update:

Vorallem im Alltag spürbar sind die neuen Lüfterkurven. Im UEFI lässt sich jetzt auch ein silent Profil auswählen. Tatsächlich sorgt dies dafür, dass der MS-A1 bei normaler Belastung durch Officetätigkeiten oder Surfen ein stück weit ruhiger ist.

Sehr schön zu sehen Minisforum, auch wenn es lange gedauert hat. Dies waren unsere beiden Mankos am MS-A1 und beide wurden behoben.

Mehr Performance und ein leiserer Betrieb, die Updatefunktion sollte allerdings einfach gestaltet werden. Wenn auch neben einigen Overclocking Funktionen etliche Spannungsoptionen im UEFI vorhanden sind, so unterstützt Minisforum beim MS-A1 aktuell kein PBO (Precision Boost Overdrive) und demnach auch keinen Curve Optimizer. Beide Funktionen im Zusammenspiel können nicht nur fürs Übertakten dienen, sondern in so einem Mini PC vor allem zum Undervolten. Mehr Effizienz und Spielraum zur maximalen Leistungsaufnahme von 65 Watt bei unserem verwendeten AMD Ryzen 8700G würden automatisch für mehr Takt bei weniger Temperatur sorgen – wir hoffen dass auch dies von Minisforum nachgereicht wird.

Im Rahmen des Thermal Grizzly Artikels haben wir das erste Mal nach Bau den CPU Kühler vom MS-A1 abgenommen und uns schon gewundert, warum die CPU nicht komplett in Kontakt mit dem Kühler stand – zu sehen am Bild der Wärmeleitpaste:

Nachdem wir die CPU geköpft hatten und die Wärmeleitpaste des 8700G durch Flüssigmetall ersetzt hatten, fehlen weitere Zehntelmillimeter, sodass sich der Effekt verstärkte. Scheinbar haben sich die Fertigungstoleranzen unseres MS-A1 soweit addiert, dass selbst für den Werkszustand die Standoffs from CPU Kühler einen Hauch zu lang waren. Da aber immer noch ein Großteil der CPU in Kontakt mit dem Kühler stand, passten die Temperaturen ins Bild.

Prüft bei eurem Modell also den korrekten Kontakt, denn die Standoffs waren bei uns mit dem PCB bereits in Berührung, weiteres Anziehen der Schrauben hätte keine Verbesserung hervorgerufen. Zu sehen an den Abdrücken im PCB. Erster Gedanke waren die Wärmeleitpads, evtl. zu dick oder falsch platziert. Aber auch ohne die Pads kam ein gleiches Bild auf der CPU zum Vorschein.

Nachdem die Standoffs etwas abgeschliffen worden sind, konnte man den Kühler korrekt montieren und die Temperaturen bzw. die Lüfterlautstärke sank. Die Endergebnisse, was die Modifikationen gebracht haben, seht ihr im neuen Thermal Grizzly Artikel, der auch hier verlinkt wird, sobald online.