[Review] Thermal Grizzly CPU köpfen & Direct Die Kühlung

AMD Mycro Direct-Die Pro

Kommen wir zu Thermal Grizzly´s Highlight Produkt, wenn es um Direct Die Kühlung geht – den AMD Mycro Direct-Die Pro. Nachdem wir unsere CPU erfolgreich vom IHS befreit haben und auch schon wissen, dass dabei nichts kaputt gegangen ist und alles tadellos funktioniert, so kann jetzt vielleicht noch ein Sprung in den CPU Temperaturen erreicht werden. TG bietet den Mycro Direct Die Pro auch für Intel 12., 13. und 14. Generation sowie für LGA 1851 CPUs an. Äußerlich sprechen alle drei Modelle die selbe Designsprache und werden mit RGB Beleuchtung ausgestattet. Lediglich die Abmessungen und der Aufbau des vernickelten Kupferblockes weichen ab. Der hier gezeigte AM5 Mycro Direct-Die Pro ist in der V1 nicht nur zu der 7000er Serie inklusive X3D Chips kompatibel, sondern auch zur 9000er Serie. Heraus fallen wieder die 8000er APUs sowie der 7400F – wie immer, checkt die Herstellerwebsite für eine vollständig und aktualisierte Liste.

Der Kühler ist sauber, schlicht und edel gefertigt. Kein flashy Design, einfach nur matt schwarz eloxiertes Aluminium, Acrylglas welches durch eine spezielle Wärmebehandlung länger beständig gegen Risse sein soll und vernickeltes Kupfer. RGB Beleuchtung, die auch über die Ringe um die später montierten Fittinge an das Wasser übergeben wird, bringt etwas Farbe ins Design. Die Unterseite ist mit einer Kunststoff-Isolierschicht versehen und der große, hervorstehende Balken im oberen Bereich, gibt auch die Einbaurichtung vor. Wenn IN und OUT richtig herum, lesbar im Gehäuse verbaut sind, passt aber auch die Ausrichtung. Ein Blick auf die CPU zeigt, unten sind die SMD Bausteine bis zum Rand verbaut und oben eben nicht. Insgesamt alles sehr wertig gefertigt, perfekte Formen, Radien und alles sauber entgratet.

Durch die G1/4″ Anschlüsse kann man die Finnenstruktur leicht erkennen. TG zeigt auf der Website, dass etwas mit den verschiedenen Parametern, Anzahl, Breite und Abstand gespielt wurde, um das Optimum für die einzelnen Die´s herauszufinden. So ist die Anzahl der Kühlfinnen über dem CCD deutlich höher, als über dem IO Die. In der Vorgängerversion konnte man das Oberteil abziehen und den Kabelausgang von oben auch nach unten wechseln, bzw. einen Blick auf die Innereien erhaschen. Das Kabel sollte aber in jedem Fall lang genug sein, um zu einem RGB Header eures Mainboards zu reichen – denn das Aluminiumcover ist jetzt fest verschraubt.

Der Blick auf den Eingangsanschluss zeigt die Kühlfinnen im Inneren. Designbedingt ist die Flussrichtung an dieser Stelle natürlich wichtig für die Montage und die spätere Leistung des Kühlers.

Den Direct Die Frame demontieren wir jetzt wieder, denn der Mycro übernimmt auch dessen Funktion. Wer nach dem köpfen der CPU direkt den Mycro montiert, tauscht diesen also gegen den SAM vom Mainboard. Im Lieferumfang war noch ein weißer Aufkleber mit passenden Ausschnitten für die zwei bzw. drei Die´s je nach Ryzen Modell. Flüssigmetall ist bekanntlicherweise leitend, auch wenn die SMD Komponenten bereits geschützt sind, dient der Aufkleber noch als zweite Versicherung. Auf den Bildern schon zu sehen mit dem Conductonaut Flüssigmetall auf den Die´s sowie dem Mycro Wasserblock.

Bei der Montage des Mycro´s empfiehlt es sich noch einen alten Stehbolzen am Rand montiert zu lassen, sodass die Backplate nicht nach unten wegfällt. Da die CPU selbst ebenfalls nur lose im Sockel liegt, muss doch etwas Vorsicht walten gelassen werden. Besonders aber auch bei der Demontage, da die CPU auch im Kühler kleben bleiben kann.

Alles komplett montiert und angeschlossen, können wir einen ersten Blick auf die Beleuchtung werfen:

Durch die RGB LEDs lassen sich alle Farben nach belieben einstellen, der Kühler wird dabei immer im gesamten in Farbe getaucht. Passend zu unserer Maschine natürlich in rot. Dabei leuchtet das Sandwich zwischen Kupfer-Coldplate und Aluminium Deckel zur Seite heraus. Die Ringe um die G1/4″ Anschlüsse sind etwas größer gefertigt und strahlen auch um den Anschluss herum, sowie in das Wasser hinein.

Die Montage gestaltete sich sehr einfach. SAM mit beiliegendem Torx Schlüssel entfernen. Flüssigmetall auftragen und mit den vier neuen Schrauben den Mycro aufs Mainboard schrauben. Dabei drückt der Wasserblock auch die CPU in den Sockel und kann mit deutlich besserem Gefühl angezogen werden. Der Kühler liegt satt auf und kann durch die Abstandsblöcke nicht auf dem Die kippeln und ihn beschädigen. Insgesamt also die deutlich sicherer Montageart, gegenüber dem Direct Die Versuch mit dem EKWB Kühler und dem nicht dafür ausgelegten Montagesystem.

Ob der Mycro neben gutem Aussehen aber auch auf der Performance Seite abliefern kann, sehen wir im nächsten Kapitel.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Einleitung / Unboxing
  2. Delid Die Mate – CPU köpfen
  3. Direct Die Frame Ryzen 7000 V2
  4. AMD Mycro Direct-Die Pro
  5. Benchmarks
  6. 2. Versuch AMD Ryzen 7 8700G
  7. Fazit