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[Projekt] Datsun 280z Teil 5

Seit dem letzten Datsun Update ist einige Zeit vergangen… durch einen längeren Auslandsaufenthalt zu Beginn des Jahres und das sich immer weiter verzögernde KW Fahrwerk, wird es wohl nichts mehr mit der Lackierung in 2019. Aber es ist natürlich dennoch einiges passiert und auch die ersten Teile haben ihren Weg schon wieder an die Rohkarosse gefunden.

Abschleifen

Das erste große Projekt für dieses Jahr war der alte Lack. Mittels Exzenterschleifer habe ich die komplette Außenkarossse, also Seitenteile, Dach, Kotflügel, Heckklappe und Motorhaube auf die Grundierung runter geschliffen. Teilweise habe ich dabei noch ein paar Roststellen gefunden, die ich nachher noch mit neuem Blech zuschweißen musste oder auch nur Oberflächlich behandeln konnte:

Unterboden

Nachdem ich wieder alles gereinigt hatte und auch die letzten Überbleibsel vom Sandstrahlen entfernt habe, ging es an den Unterboden. Hier wurde vom Lackierer, direkt nach dem Strahlen, Unterbodenschutz aufgetragen. Allerdings sollte dieser schwarz sein und nicht dunkel grau. Beim Lackierer habe ich eh, auf gut deutsch gesagt, ins Klo gegriffen, wie man auch im Motorraum und an gewissen anderen Stellen auf den Bildern sieht. Eigentlich sollte alles mit schwarzem Epoxy-Primer versiegelt werden. Nur wurde Weißer verwendet, der mit grauem Füller überlackiert wurde und jetzt in vielen Bögen und Kanten einfach abplatzt. Auf den Bildern aus dem Motorraum kaum zu übersehen, ebenso im Innenraum, der auch dunkel grau und nicht schwarz ist…

Naja, aus Fehlern lernt man… also habe ich den Unterboden nochmal komplett gereinigt und erstmal alle Kanten mit entsprechender Karosserie-Dichtmasse abgedichtet. Im Nachgang ist dann nochmal alles schwarz geworden.

 

Fahrwerk

Vorbereitend um endlich mal Räder an die Karosse zu schrauben, habe ich schon mal vorn sowie hinten die Querlenker und Achsträger etc. angebaut. Vorn direkt mit Lenkung und Motoraufnahme und hinten inklusive Differential. Hier besonders zu erwähnen ist, dass es sich nicht um das standard Datsun Diff handelt, sondern um eins aus einem Subaru WRX STI, ebenfalls ein R180 Diff, allerdings mit AP Racing suretrac Sperrkörper und auf 3,9:1 geänderter Übersetzung (kürzer als original 3,545:1). Eigentlich ein sehr einfacher Umbau, es braucht nur andere Adapter zu den Halbwellen an den Seiten und vorn muss der Adapter vom originalen Datsun Diff montiert werden. Damit bei Übersetzungsänderung die auf dem Tacho angezeigte Geschwindigkeit übereinstimmt, gibt es noch neu von Nissan direkt, ein anderes Zahnrad für die Tachowelle. Bei Kanga Motorsports gibts dazu ein ausfühliches How To mit Teilenummern. Über Datsun Europe bzw. Jakub habe ich ein komplett überholtes Diff inklu. der Adapter für die Antriebswellen gekauft – hoffentlich ist hier auch das verbaut, was es verspricht 😉

Hier die Bildergalerie zu den Achsträgern vorn/hinten:

 

Bremsleitungen

Außerdem habe ich mich um die Bremsleitungen gekümmert. Da ich ja das originale Proportionsventil gegen ein einstellbares von Wilwood ersetzt habe, mussten die Bremsleitungen leicht abgeändert werden. Stichwort große Bremsanlage auf der Vorderachse. Einfaches kopieren der Originalen ging also nicht. Hierfür braucht es echt viel Geduld und genaues Arbeiten. Sonst ist es schnell passiert und 3 m Bremsleitung sind bereit für die Tonne. Von KS Tools hatte ich hier ein entsprechenden Werkzeugsatz, der direkt alles zum Bördeln der Anschlüsse, Entgraten, Abtrennen der Leitungen und auch zum Biegen dabei hatte. Wichtig, vorm Bördeln immer erst den Anschluss drüberstülpen und das Biegetool am Besten mit Tape abkleben, dass keine Kratzer ins Rohr gemacht werden. Dann läuft das auch eigentlich sehr gut. Die Bremsleitungen kommen in der Regel in einem 5 m Bündel, weshalb es manchmal nicht sehr einfach ist direkt mit der Leitung am Auto zu arbeiten. Nehmt euch einfach einen dickeren Draht zur Hand, den ihr einfach biegen könnt und baut euch so für jeden Leitungsabschnitt ein Muster, welches dann einfach nur nachgebogen werden muss:

Die Kupplungsleitung fehlt noch + vier kurze Verbinder zwischen den Stahlflexleitungen und Bremszangen. Für die Kupplung ging mir leider das Material aus und die Anderen werde ich erst anfertigen können, wenn das KW Fahrwerk verbaut ist. Für den Lackierer muss eh noch einmal alles raus, wobei ich die Leitungen dann auch direkt reinigen kann. In der finalen Version sind dann auch alle Halter angeschraubt, hier muss ich noch ein paar Einziehmuttern setzen und dann laufen die Leitungen auch wirklich alle 100% parallel.

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