[Review] D-Link DGS 1210-20 – „smart managed Switch für Dummies“

 

DHCP Client

Über diesen Link kommen wir quasi  wieder zur Grundeinstellung aus dem aller ersten Setup direkt bei der Inbetriebnahme. Hier kann also zwischen einer festen, statischen IP, DHCP Client und BOOTP gewählt werden. Außerdem kann hier noch ein Name bzw. Standort vergeben werden. Mit DHCP Option 12 ist die Weitergabe eines Namens an den DHCP Server gemeint. Bei uns kommt eine Fritz!Box dafür auf, sodass wir direkt in deren Netzwerkverbindungen von einem Eintrag des DGS-1210-20 begrüßt werden. Dies funktioniert natürlich nur, wenn oben auf auf DHCP gestellt wurde.

Wie unten bei der automatischen Auslog-Zeit bei Inaktivität zu sehen, stolpert man in der deutschen Spracheinstellung hin und wieder über ein paar nicht übersetzte Begriffe – so etwas sollte eigentlich nicht passieren.

 

Jumbo Frame

Normalerweise werden zu sendende Daten in Frames von 1518 Byte unterteilt. Die Aktivierung von Jumbo Frames ermöglicht auch größere Datenpakete, sodass große Übertragungen wie z.B. Backups etc. schneller abgeschlossen werden. Jedes einzelne Paket enthält neben den zu übertragenden Daten natürlich auch weitere Informationen. Wenn also jetzt die Frames vergrößert werden, werden natürlich weniger Pakete insgesamt benötigt um beispielsweise eine 20 GB Datei zu transportieren. Die Anzahl der für die reinen Daten überflüssigen Information wird also reduziert. Dabei müssen allerdings alle Teilnehmer des Netzwerks diese Funktion unterstützen. Bei Netzwerkkarten ist dieses Feature meistens ausgeschaltet und muss über den entsprechenden Adapter bei Netzwerkverbindungen geändert werden.

Dazu einfach Rechtsklick auf den Adapter, Eigenschaften, Konfigurieren, Erweitert -> Jumbo Frame. In diesem Tab kann jetzt die Paketgröße eingestellt werden. Wie es bereits in den Switch-Einstellungen beschrieben ist, sind 9 kB das Maximum beim DGS 1210-20 und auch bei vielen Consumer Netzwerkkarten. Es werden allerdings auch noch 12, 14 und 16 kB Frames verwendet, da Jumbo Frames nicht näher spezifiziert sind, kann jeder Hersteller etwas eigenes implementieren. Je nach Netzwerkaufbau muss diese Einstellung auf ihre Performance getestet werden. Denn je nach verwendeter Hardware könnte sich die Aktivierung auch negativ auswirken, da Netzwerkgeräte mit ihren Puffern und Caches auf die Standardgröße von 1518 Byte großen Paketen ausgelegt sind. Teilweise werden diese Pakete auch falsch interpretiert und sogar ganz verworfen. Benchmarks folgen nach Fertigstellung des neuen NAS.

 

SNMP-Status

Ausgeschrieben steht es für Simple Network Management Protocol. Der Name ist hier Programm und zwar können über dieses Protokoll Netzwerkgeräte überwacht und gesteuert werden. Dabei geht es nicht nur wie hier um einen Switch, es gibt auch weitere Geräte, die eine SNMP Unterstützung bieten. Dazu zählen z.B. auch Router und Drucker. Nach der allgemeinen Aktivierung können über Checkboxen Meldungen bei gewissen Ereignissen abgesendet werden.

Über ein Software Tool können wir jetzt per SNMP auf diese Meldungen zugreifen, darauf Reagieren und Einstellungen treffen oder einfach nur den weiteren Verlauf überwachen. Dazu bietet D-Link mit dem DV-700 D-View 7 ein entsprechendes Tool, welches es im Internet zu beziehen gibt. Nachdem im Switch einen Nutzer erstellt, kann man sich mit den Daten bei D-View anmelden.

Hier als Beispiel haben wir das ältere D-View 6 verwendet, der Switch wird sofort gefunden und bei der Verwendung von mehreren solcher Geräte wird direkt die Topologie angezeigt. Es wird also ein verknüpftes Gebilde aus den im Netzwerk befindlichen Routern, Switchen, Servern etc. angezeigt. In unserem Fall wird natürlich nur der DGS 1210 angezeigt.

 

Inhaltsverzeichnis:

  1. Einleitung/Lieferumfang/Äußeres
  2. Erster Start/Weboberfläche
  3. RSTP/Port-Spiegelung/Storm Control/IGMP Snooping
  4. DHCP Client/Jumbo Frame/SNMP
  5. 802.1X/Safeguard Engine/Energiesparend
  6. VLAN/LACP/QoS
  7. ACL/Network Assistant
  8. Fazit