[Review] FRITZ!Box 7690 – Lohnt sich das Wi-Fi 7 Upgrade?

Benchmarks

Ladezeiten

Bevor wir in klassische Benchmarks zum Thema WLAN und NAS Performance einsteigen, ein Blick auf die Ladezeiten. Denn zwischen 7490 und 7690 liegen immerhin 12 Jahre Entwicklung und das merkt man z.B. auch im Umgang mit der Weboberfläche bzw. den Ladezeiten der entsprechenden Seiten. Wie lange dauert die Anmeldung nach Eingabe des Passworts, das Laden der Übersichtsseite und das Laden der Netzwerk Mesh Übersicht (gemessen in Sekunden):

FRITZ!Box 7490FRITZ!Box 7690
Anmeldung4 s1,2 s
Übersichtsseite16,5 s5,6 s
Netzwerk Mesh Übersicht20 s3,3 s

Auch wenn man natürlich nicht tagtäglich in der Weboberfläche des Routers unterwegs ist, gibt dies schon mal einen ersten Indiz, in welche Richtung andere Prozessor-basierte Anwendungsfälle wie z.B. VPN performen könnten. 20 Sekunden Ladezeit bei der Meshübersicht ist aber auch schon eine halbe Ewigkeit – beide FRITZ!Box Modelle hatten zum Testen das selbe Netzwerk unter ihrer Kontrolle. So viele Jahre der Weiterentwicklung des FRITZ!OS, mit einigen Major Versionen, geht an der 7490 halt doch nicht spurlos vorbei.

VPN Performance

Durch den Refresh der kompletten Hardware Architektur, habe ich mir gerade im Bereich VPN Geschwindigkeit einiges an Zuwachs erhofft. Für den Test wurde die FRITZ!Box 7490 sowie später die 7690 an einem Glasfaseranschluss ↓ 275 Mbit/s, ↑ 275 Mbit/s betrieben. Die Verbindung wurde aufgebaut zu einer 6690 Cable mit ↓ 1,1 Gbit/s, ↑ 56,7 Mbit/s, in einem 20 km entfernten Ort. Dazu hat FRITZ! direkt die Möglichkeit integriert über einen internen Assistenten eine WireGuard Verbindung zwischen zwei FRITZ!Box Modellen aufzubauen. Einfach einzurichten und gut Dokumentiert in der Wissensdatenbank von FRITZ!. Einmal eingerichtet können Geräte aus dem Netzwerk Zuhause sowie alle im entfernten Netzwerk miteinander kommunizieren, ohne lästige Anmeldung auf den einzelnen Geräten. Alles wird entsprechend direkt in der FRITZ!Box abgewickelt.

Alternativ zu Wireguard gab es zuvor auch IPsec als VPN Standard, welchen wir ebenfalls getestet haben. Durch erhöhten Overhead ist dieser Standard deutlich langsamer. Bevor WireGuard Einzug erhalten hat, war IPsec allerdings die einzige Möglichkeit der FRITZ!Box zu FRITZ!Box VPN Verbindung. Die 7490 hat WireGuard zur 6690 Cable perfekt unterstützt, wurde aber durch das momentan aktuellste FRITZ!OS 7.6 entweder seitens FRITZ! deaktiviert oder ist fehlerhaft. Seit dem Upgrade zu 7.6 auf der 7490 ließ sich keine WireGuard Verbindung mehr aufbauen und wir waren an IPsec gebunden.

Um die Datenraten zu prüfen galt es Dateien zwischen Homeserver, angeschlossen an der 7490 bzw. 7690, zu und von einem PC, angeschlossen an der 20km entfernten 6690, zu übertragen. Die Verschlüsselung des VPNs belastete die 7490 CPU sehr stark wodurch nur geringe Datenraten zustande kamen. Bei der 7690 sieht das schon deutlich anders aus, aber seht selbst:

Die FRITZ!Box 7690 kommt somit schon näher an die maximal zu erreichende Datenrate von 34 MB/s des Glasfaser-Uploads. Andersherum, gesendet von der 6690 Cable aus, wird der maximale Upload so gut wie ausgereizt und man erreicht 6,1 MB/s. Zum Test haben wir einen Mix aus Dokumenten, Bildern, Musik und großen Videodateien gewählt. Die Zahl zeigt den Durchschnitt, der erreicht wurde. Die 7690 schafft es bei großen Einzeldateien, wie Videos sogar auf bis zu 28 MB/s im Peak, wohingegen die 7490 bei den im Diagramm gezeigten Geschwindigkeiten bleibt. Gerade kleine Einzeldateien belasten stark und reduzieren die Geschwindigkeit immens.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Unboxing / Lieferumfang
  2. Technische Daten / Äußeres / Inneres
  3. Einrichtung
  4. Benchmarks (Ladezeiten & VPN)
  5. Benchmarks (WLAN & NAS)
  6. Features
  7. Fazit