[Projekt] Vom Peugeot Boxer Kastenwagen zum Camper Van
Stand September 2023
Die Technik ist an Board des Camper. Wir haben in den letzten Tagen und Wochen fleißig gebastelt, sodass wir eine erste Testfahrt in den Urlaub wagen wollen.
Boden
Wie im letzten Artikel schon geteasert, haben wir uns für einen PVC Belag entschieden. Dieser kann mittels doppelseitigem Klebeband auf dem vorhandenen, originalen Boden aufgeklebt werden und lässt sich an den Rändern sehr leicht zuschneiden. Hinzu kommt das einfache Reinigen des Belages und die Wasserundurchlässigkeit. Wir hatten Glück und konnten eine Restrolle im Baumarkt zu einem vergünstigten Preis ergattern. Die zweite Rolle hat sogar bei einem weiteren Camper noch ausgereicht. Somit ist das Kapitel Boden bereits abgeschlossen. Er wurde gedämmt, hat eine Unterkonstruktion bekommen und den Endbelag. Alles weitere kann nun darauf verschraubt werden. Wir haben uns für eine Fischgräten Optik in Eiche entschieden und hoffen, dass es nachher gut zu den restlichen Elementen passt. Wir müssen zum Schluss nur noch zwei Endleisten für den Einstieg an der Schiebetür und die Kante an der Heckgarage kaufen und montieren.
Ausziehbett
Für das Ausziehbett haben wir 40 x 40 mm Aluminiumprofile genutzt, die wir mit den Latten eines über Kleinanzeigen geschenkten Bettes verbunden haben. Für die seitlichen Holzbalken waren bereits Einziehmuttern in der Karosse vorhanden, die auch weiter genutzt werden konnten. Bedenkt die Materialstärke der Querstreben bei der Befestigung bzw. beim Zuschnitt der Latten, da ihr sonst, ausgezogen, nicht auf das Endmaß kommt. Bild 3 kann nicht funktionieren, die Streben sehen später ca. wie in Bild 4 aus. Die Schrauben wurden in den Latten versenkt. In die Aluminiumprofile reichen gebohrte Löcher, das Gewinde schneidet sich von selbst. Bei den meisten Latten reicht somit eine Schraube je Seite, ein paar haben zwei Schrauben bekommen, um ein Verdrehen zu verhindern. Später, im Rahmen der Verkleidung, werden rechts und links hölzerne Führungen verbaut, sodass sich das Bett auch nicht seitlich bewegen kann. Abzüglich der Dämmung kommen wir somit auf eine Liegefläche von 1,96 x 1,40 m. Die Dämmung wird später nur mit Filz beklebt und schränkt das Breitenmaß nicht weiter ein. Die Verkleidung spannt sich wie ein Rahmen um den Bereich des Kopfes und der Füße.
Da die Matratzen ein Standardmaß von 70 x 200 cm besitzen, mussten wir sie leicht kürzen. Falls dies, wie bei uns, nötig ist, muss auf das Matratzenmaterial geachtet werden. Bei uns kommt eine Kaltschaummatratze mit einer Lage Kokosfasermaterial zum Einsatz, welches sich ganz leicht mit einem elektrischen Messer durchtrennen lässt. Der Bezug muss dafür abnehmbar sein, da wir allerdings nur um 4 cm einkürzen, passt dieser immer noch sehr gut, auch mit kleineren Abmessungen.
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Standheizung – Autoterm 2D
Positionierung
Montage der Heizeinheit
Tankentnehmer
- Option 1: inkludierter Abnehmer in die originale Peugeot Boxer Pumpen- und Schwimmereinheit
- Option 2: inkludierter Abnehmer in die Entlüftung der Tankeinheit
- Option 3: Webasto Fuel Fix, ebenfalls direkt in die Pumpen- und Schwimmereinheit
Kraftstoffleitungen
Montage der Heizeinheit Teil 2
Nachdem die Rostschutzgrundierung Zeit zum Durchtrocknen hatte, haben wir die Bodendämmung auch an dieser Stelle verklebt. Dabei aber rund um den Flansch minimal Abstand gelassen. Bodenplatte drauf und Flansch mittig über dem zuvor gesägten Loch verschraubt. Mit temperaturbeständiger Dichtmasse habe ich den Flansch zur Karosse abgedichtet, sodass kein Wasser eindringen kann.
Die Planar 2D kann jetzt aufgesteckt und mit den Muttern verschraubt werden. Im Innenraum können die drei Stecker angeschlossen werden. Für die geheizte Luft liegt ein 60 mm Schlauch bei, der bei uns mittig zwischen die zwei Sitze, zu den Füßen geleitet wird. Für dessen Befestigung in der Trennwand gibt es einen passenden, extra zu bestellenden Adapter. Die Ausströmblende muss ebenfalls gesondert bestellt werden.
Ansaugung & Auspuff
Heizung START
Die Montage ist abgeschlossen. Prüft nochmals ob alles korrekt montiert ist, alles fest und alle Stecker angeschlossen sind. Steckt die Sicherungen bzw. stellt die Stromversorgung her. Da die Kraftstoffleitungen noch leer sind, gilt es diese zu entlüften. Auch hier gibt es mehrere Möglichkeiten. Von Autoterm gibt es dazu wohl ein extra Gerät – kostet natürlich und wird nur einmalig benötigt. Warum die Steuereinheit keinen Wartungsmodus genau für so ein Fall hat, ist mir schleierhaft, da vermutlich sehr simpel zu programmieren…
Provisorisch haben das comfort Bedienteil sowie unsere Batterie Anzeige auf einem gelaserten Brettchen Platz gefunden, die spätere Einbauposition wird ebenfalls im Holm hinter der Schiebetür sein, allerdings natürlich fest montiert.
Weiter geht es mit dem entlüften der Kraftstoffleitung.
Die Pumpe lässt sich hierfür auch direkt mit 12V anschließen und fördert so auch Kraftstoff. Da sie aber angeblich per PWM gesteuert wird, kann es laut Autoterm zu Problemen führen. Daher wenn so angeschlossen, immer nur in kurzen Impulsen laufen lassen. Allerdings ist eine PWM Ansteuerung normalerweise mit 3 Leitungen und nicht nur mit Plus und Minus. Wir haben einfach alles verbunden, wie vorgesehen und über das Bedienteil direkt die Heizung gestartet. 3 Versuche hat es gebraucht, aber beim 3. Mal ist die Heizung gestartet und konnte 1 std ihren Einbrennzyklus auf 100% Leistung vollführen. Davor kam immer ein Fehler, da die Heizung aufgrund von Kraftstoffmangel nicht starten konnte. Während die Heizung jetzt läuft, gilt es alle Kraftstoffverbindungen sowie den Auspuff auf Undichtigkeiten zu prüfen. Wenn alles soweit in Ordnung, einfach weiter laufen lassen, sodass sich etwaige Fertigungsrückstände einbrennen bzw. wegbrennen können.
Aktuell ist die Heizung wie auf dem Bild verbaut und mittels Schlauch zu einem einzelnen Ausströmer mittig in der Trennwand verbunden. Später, wenn die Trennwand final montiert wird, werde ich noch einen Kasten mit Ansaugöffnung um die Heizung bauen, somit ist sie vor Ladung im Kofferraum geschützt und evtl. auch etwas gedämmt. Die Heizung ließ sich leider nicht näher an die Trennwand bauen, da die Karosserie des Boxers unterhalb einen massiven Träger hat. Allerdings ist dies kein großer Nachteil, denn somit hat die Box, die später herum gebaut wird auch ein größeres Volumen.
Deckeninstallation
Für die Decke haben wir eine Akustikpanel-ähnliche Optik gewählt. Allerdings waren normale Akustikpanele aus dem Baumarkt nicht nur für die Fahrzeuglänge zu kurz, sondern auch sehr kostspielig. Um eine vergleichbare Optik zu erlangen haben wir die Decke zuerst mit schwarzem Stoff abgehangen und getackert. Als Unterkonstruktion dienen uns kurze Holzreststücke, die wir vom Bodenbau übrig haben. Diese kurzen Stücke reichen genau von Sicke zu Sicke und sind einzeln mit dem Dach verklebt. Dadurch lässt sich die nicht komplett plane Dachhaut perfekt für unseren Zweck abbilden. Um nicht noch weitere Einschränkungen in der verfügbaren Deckenhöhe zu haben, wurden diese NEBEN die originalen Verstärkungsstreben geklebt. Ganz im Gegensatz zu der oft gezeigten Montage mittels Einziehmuttern AUF den Verstrebungen. Sika 554 regelt – nach Aushärtung konnte man sich an diesen kleinen Klötzchen mit dem gesamten Körpergewicht hochziehen. Es hat sich eher das Dach verformt, als dass sich die Kleberverbindung löst.
Je nach gewünschter Optik können jetzt die Holzlatten direkt an die Unterkonstruktion geschraubt werden. Um immer den perfekten Abstand zu erhalten, hilft ein Abstandshalter aus Restholz. Wir haben die Leisten vor Einbau noch mit eichenfarbender Lasur gestrichen und entsprechende Löcher bzw. Kabelkanäle für die Deckenbeleuchtung angebracht.
Auf den Bildern sind ebenfalls schon einige Wände zu sehen. Die Radhausverkleidungen mit Aussparungen für den Wassertank, mit Option auf einen zweiten Tank gegenüberliegend. Die Trennwand zwischen Heckgarage und Innenbereich, welcher später noch mit Ausziehtisch und einigen anderen Durchführen erweitert wird. Dazu die Abdeckung für den Stauraum oberhalb der Fahrerkabine, bei dem auch die Öffnung noch fehlt.
Wassersystem
Da die Küche noch nicht verbaut ist, geht es hier vielmehr um Bevorratung und Förderung. Wir haben uns für einen 40 l Tank entschieden, der hochkant perfekt in die Nische zwischen Radkasten und Rückleuchten passt. Falls sich später rausstellt, dass die 40 l nicht ausreichen, wäre eine Erweiterung gegenüberliegend kein Problem. Der Tank passt perfekt bis unter das Bett und nimmt so kaum Platz in der Heckgarage ein.
Desweiteren haben wir uns gegen ein Druckwassersystem entschieden, da lauter, teurer und durch mehr Komponenten nur aufwendiger. Der Druck unserer Tauchpumpe sollte auch für eine Dusche ausreichen, zumal wir für später nur eine Außendusche geplant haben. Allerdings sind wir zwingend auf einen Schalterbasierten Wasserhahn angewiesen, da dieser erst bei Betätigung die Pumpe startet. Durch ein Rückschlagventil hinter der Pumpe, steht die Leitung trotzdem voll Wasser, sodass auch ohne ständigem Systemdruck, das Wasser sofort aus dem Hahn kommt.
Für die Montage benötigt es eigentlich nur ein paar Durchführungen und einen Stufensenker. Die Tanks kommen in der Regel immer ohne Öffnungen (neben dem Reinigungsdeckel), sodass ihr alles frei entscheiden könnt. Es braucht Öffnungen für folgendes: 1. Entlüftung, 2. Wasserausgang, 3. Strom. Zum Befüllen haben wir in dem Fall die Reinungsöffnung genommen, später kommt ein 40 mm Schlauch auf den entsprechend dafür vorgesehenen Abgang zu einem Füllstutzen.
Die Schläuche sind von Lilie und extra für Trinkwasser vorgesehen. Für einen extra Schutz, haben wir sie nochmals in ein Leerrohr gelegt. Das schwarze sowie orangene Kabel sind als Vorbereitung für einen Wasserboiler bereits verlegt, ebenso der weiß/rote Schlauch, falls wir später doch Warmwasser hinzufügen wollen.
Wir sind dann erstmal Weg, auf zum ersten Technik Test:
Demnächst geht es mit der Küche weiter. Ein kurzer Ausblick:
Inhaltsverzeichnis:







