[Review] SainSmart Jinsoku LC-40

Fazit

Der Jinsoku LC-40 von SainSmart ist optisch ein großer Schritt in die richtige Richtung. Gerade für den Neuling können die vielen Kabel und die offene Mechanik anderer Modell einschüchternd wirken. Nicht so beim LC-40, alles vom Riementrieb, Führungen und Steuerung befindet sich innerhalb des Rahmens. Dies gilt auch für den Großteil aller Kabel, sodass tatsächlich nur die für die Bewegung der Achsen nötigen Leitung extern verlaufen. Diese sind allerdings als robustes Spiralkabel ausgeführt und fügen sich gut ins gesamte Design ein. Der Aufbau ist nach nur wenigen Schritten erledigt, leider ist die Ausrichtung der Y-Achse, also der Brücke, die den Laser selbst behaust, sehr friemelig bzw. könnte besser als nur mit 2 Gummistoppern gelöst sein. Dem Design geschuldet ist an dieser Stelle auch das Nachspannen der Riemen. Diese sind fürs erreichen der sauberen Optik versteckt, somit muss natürlich auch etwas mehr zerlegt werden, um an die Spanneinheit zu gelangen – da ein Nachspannen nicht so oft nötig sein sollte, aber eher zu vernachlässigen.

Wir hatten die 5,5 W Variante im Test, da der LC-40 durch die Linearführungen sehr große Reserven im Bereich Geschwindigkeit besitzt, würde ich euch eher zu der 10 W Variante raten. 5,5 W nutzten die 10.000 mm/min Verfahrgeschwindigkeit nicht aus und reichen gerade mal für das gravieren von Karton oder Papier bei diesem Vorschub. Bei doppelter Leistung sollten gute Ergebnisse in z.B. Holz auch bei 8000 mm/min zu erreichen sein. Die Zeit für die Umsetzung eurer Projekte wird also drastisch reduziert – gerade, wenn man mit der 3018 PRO DIY Laser CNC vergleicht. Beim Thema Watt noch ein Hinweis, die eben genannten Leistungen beziehen sich auf die Ausgangsleistung des Lasers. Wenn ihr 20 W Laser zu einem ähnlichen Preis entdeckt, handelt es sich meistens um die Eingangsleistung und suggeriert eine Mehrleistung, die tatsächlich aber gar nicht vorhanden ist.

Die Lasereinheit mit ihrem passiven Air Assist hilft dem Ausblasen von Rauch und verbessert die Gravur, ersetzt leider aber keinen richtigen Air Assist, den es aktuell für den LC-40 auch nicht zu erwerben gibt. Das Laserschild, welches ebenfalls am Laser montiert ist hilft ungemein bei der Ausrichtung des Laserkopfes, beim späteren Lasern würde ich aber trotzdem das Tragen einer geeigneten Schutzbrille empfehlen.

Endschalter und Softlimits gehören ebenfalls zum Featureset des LC-40 und sorgen für eine hohe Wiederholgenauigkeit und erleichtern ebenfalls das Ausrichten, da auch nach einem Neustart wieder an die alt bekannte Position zurückgekehrt werden kann. Insgesamt ist der LC-40 ein gelungenes und wertiges Produkt mit einem großen Bauraum für viele kreative Ideen und deren Umsetzung. Die Steuerung per App lässt auch das Lasern ohne PC zu und führt zu schnellen Ergebnissen. Wünschenswert wäre diesbezüglich aber noch ein Dual Firmware Schalter, wie man es von Mainboards mit ihren Dual BIOS Chips kennt, sodass man on the fly zwischen der App und der GRBL Firmware wechseln kann.

Wir verleihen dem SainSmart Jinsoku LC-40 Laser den hwp_checked Award und hoffen das sehr bald noch weiteres Zubehör für den LC-40 verfügbar wird. Evtl. kommt doch noch ein richtiger Air Assist, stärkere Laser kommen definitiv, evtl. aber auch externes Zubehör, wie z.B. ein Wabengrill als Schneidunterlage oder eine Ablüftung oder auch ein Gehäuse.

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