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[Projekt] Vom Peugeot Boxer zum Camper Van Teil 3

Stand September 2023

 

Die Technik ist an Board des Camper. Wir haben in den letzten Tagen und Wochen fleißig gebastelt, sodass wir eine erste Testfahrt in den Urlaub wagen wollen.

Der Camper beherbergt jetzt die Standheizung, das Wassersystem und den Kühlschrank. Zusätzlich kam noch provisorisch für den Trip ein paar USB Ladegeräte und Lampen mit an Board. D-Link unterstützt uns freundlicherweise bei dem Projekt mit einem mobilen Router, leider haben wir es nicht mehr geschafft ihn vorher einzubauen. Mehr dazu später.
In diesem Artikel wollen wir euch nicht nur die Einbauten der zuvor erwähnten Bauteile zeigen, sondern auch wie wir die Decke und die ersten Verkleidungen gebaut haben.
Los geht’s mit dem Bodenbelag.

Boden

Wie im letzten Artikel schon geteasert, haben wir uns für einen PVC Belag entschieden. Dieser kann mittels doppelseitigem Klebeband auf dem vorhandenen, originalen Boden aufgeklebt werden und lässt sich an den Rändern sehr leicht zuschneiden. Hinzu kommt das einfache Reinigen des Belages und die Wasserundurchlässigkeit. Wir hatten Glück und konnten eine Restrolle im Baumarkt zu einem vergünstigten Preis ergattern. Die zweite Rolle hat sogar bei einem weiteren Camper noch ausgereicht. Somit ist das Kapitel Boden bereits abgeschlossen. Er wurde gedämmt, hat eine Unterkonstruktion bekommen und den Endbelag. Alles weitere kann nun darauf verschraubt werden. Wir haben uns für eine Fischgräten Optik in Eiche entschieden und hoffen, dass es nachher gut zu den restlichen Elementen passt. Wir müssen zum Schluss nur noch zwei Endleisten für den Einstieg an der Schiebetür und die Kante an der Heckgarage kaufen und montieren.

 

Ausziehbett

Für das Ausziehbett haben wir 40 x 40 mm Aluminiumprofile genutzt, die wir mit den Latten eines über Kleinanzeigen geschenkten Bettes verbunden haben. Für die seitlichen Holzbalken waren bereits Einziehmuttern in der Karosse vorhanden, die auch weiter genutzt werden konnten. Bedenkt die Materialstärke der Querstreben bei der Befestigung bzw. beim Zuschnitt der Latten, da ihr sonst, ausgezogen, nicht auf das Endmaß kommt. Bild 3 kann nicht funktionieren, die Streben sehen später ca. wie in Bild 4 aus. Die Schrauben wurden in den Latten versenkt. In die Aluminiumprofile reichen gebohrte Löcher, das Gewinde schneidet sich von selbst. Bei den meisten Latten reicht somit eine Schraube je Seite, ein paar haben zwei Schrauben bekommen, um ein Verdrehen zu verhindern. Später, im Rahmen der Verkleidung, werden rechts und links hölzerne Führungen verbaut, sodass sich das Bett auch nicht seitlich bewegen kann. Abzüglich der Dämmung kommen wir somit auf eine Liegefläche von 1,96 x 1,40 m. Die Dämmung wird später nur mit Filz beklebt und schränkt das Breitenmaß nicht weiter ein. Die Verkleidung spannt sich wie ein Rahmen um den Bereich des Kopfes und der Füße.

Da die Matratzen ein Standardmaß von 70 x 200 cm besitzen, mussten wir sie leicht kürzen. Falls dies, wie bei uns, nötig ist, muss auf das Matratzenmaterial geachtet werden. Bei uns kommt eine Kaltschaummatratze mit einer Lage Kokosfasermaterial zum Einsatz, welches sich ganz leicht mit einem elektrischen Messer durchtrennen lässt. Der Bezug muss dafür abnehmbar sein, da wir allerdings nur um 4 cm einkürzen, passt dieser immer noch sehr gut, auch mit kleineren Abmessungen.

 

D-Link EAGLE PRO AI AX1500 4G+ Smart Router G416

Im Rahmen des Camper Van Projektes war D-Link so freundlich uns auch bei diesem Projekt wieder zu unterstützen. Wir haben einen EAGLE PRO AI AX1500 4G+ Smart Router für den Camper bekommen und wollen diesen fest installieren.

 

 

Hauptmerkmale, die uns zu diesem Modell hingezogen haben:
1. 12V Spannungsversorgung, Betrieb im Kfz also ohne Netzteil möglich.
2. Externe WLAN Antennen.
3. die Möglichkeit für den Einschub einer SIM Karte

 

Fast kein Router verbindet alle diese 3 Punkte in einem Gerät. Meistens scheiterte es an Punkt 2, da oftmals Antennen für Mobilfunkt verbaut sind und nicht für das WLAN Netz. Wir wollen diese allerdings außerhalb des Fahrzeuges legen um den G416 als effektiven Repeater für unsere im Inneren befindlichen Geräte zu nutzen. D-Link hat im Bereich Mobil-Router auch noch weitere Modelle im Programm.
Die Idee dahinter: Internet immer und überall für alle Geräte im Camper.
Denn auch im Urlaub gibt es Regentage oder Tage an denen man was schaffen muss für die Arbeit, die Uni oder die Website.

 

 

Wir gehen in einem gesonderten Artikel auf den G416 ein, der später veröffentlicht wird und HIER verlinkt wird.

 

Bisher macht der Router einen guten Job, allerdings hätte ich vorher die Anleitung lesen sollen. Denn entgegen vieler anderer D-Link Router (auch aus selber Serie) bietet der G416 gar keine Repeater Funktion. Der G416 kann von einem externen Modem gespeist werden oder über die SIM Karte, selber per Mobilfunk eine Verbindung zum Internet aufbauen. Die SIM Funktion ist natürlich trotzdem das Feature, was es unterwegs einfach braucht. Nicht nur für die Handys und Laptops, sondern auch für das Navigationssystem des Campers selber. Kein lästiges Hotspot starten auf dem Smartphone, dann nach wenigen Stunden bereits muss das Handy geladen werden. Mit dem G416, der über die 200 Ah Hausbatterie direkt versorgt wird, ist immer Netz vorhanden. Wir hoffen das durch ein späteres Software Update auch die Repeater Funktion Einzug erhält, da ohne doch Potential auf der Strecke bleibt…

 

Standheizung – Autoterm 2D

Wir haben uns für eine Autoterm 2D über den Shop autoterm24 entschieden. Dieser ist offizieller Distributor und es gibt das günstigste Set sowie alles an passendem Zubehör. Falls ihr Beratung benötigt, schreibt gerne eine Email. Wir haben immer schnell Antwort erhalten. Ihr habt es vielleicht bereits in einem der früheren Artikel gelesen, heute zeigen wir den kompletten Einbau.
Vom Tankentnehmer, Spritpumpe, Verkabelung und Anschluss von Auspuff und Ansaugung. Es gibt einige Tücken und Dinge auf die es zu achten gilt.
Die Autoterm 2D wird von vielen Campern genutzt und soll sehr zuverlässig arbeiten. Ein E Prüfzeichen ist ebenfalls vorhanden, sodass es keine Probleme beim TÜV gibt.

 

 

Zu allererst würde ich euch empfehlen einen passenden Spritfilter direkt mitzubestellen. Das Kit mit passenden Schlauchstücken und Schellen gibt’s für wenige Euro ebenfalls bei autoterm24. Man weiß nie was sich im Tank befindet oder wie gut die Spritqualität im Ausland ist.
Ebenfalls mitbestellen würde ich im Nachhinein den Fuel Fix von Webasto. Zumindest wenn euer Fahrzeug nicht das Allerneuste ist. 90€, die euch allerdings viel Nerven und Zeit sparen können. Mehr dazu beim Thema Tankentnehmer.

 

Positionierung

Zuerst die Planung. Macht euch Gedanken wo es für euch am sinnvollsten ist die Heizung zu positionieren. Je kürzer der Luftauslass desto effizienter könnt ihr heizen. Eine gewisse räumliche Trennung sorgt aber wiederum für einen leiseren Betrieb. Außerdem müssen die baulichen Gegebenheiten des Fahrzeuges beachtet werden, schließlich verlaufen unter dem Auto einige Träger, die die Positionierung des Einbauflansches behindern.
Wir haben uns entschieden die Heizung in die Heckgarage zu bauen. So lassen sich Ansaugung und Auspuff sehr frei verlegen. Es sind keine Träger im Weg und durch die Trennwand ist die Heizung etwas leiser. Später werde ich noch eine kleine Box zum Schutz vor Ladung und weiterer Geräuschminimierung verbauen. Wichtig natürlich ausreichend Platz zu lassen für die aufzubeizende Luft.
Die Dieselpumpe darf auch nicht irgendwo verbaut werden, sondern muss relativ tanknah, im Bereich von max. 1 m und mit dem Auslass leicht nach oben geneigt, ca. 45 Grad verbaut werden. Nur so ist gewährleistet, dass Luftblasen effektiv abgeleitet werden können und die Pumpe geräuscharm arbeiten kann. Bei der Ducato Plattform ist dies aber kein Problem. Per Einziehmutter ist ein passender Montagepunkt schnell hergestellt.

 

 

Zu guter Letzt, müsst ihr euch überlegen, von wo aus ihr die Heizung steuern möchtet. Wir haben uns für das comfort Bedienteil entschieden, welches wir am Holm hinter der Schiebetür verbauen, gemeinsam mit der Batterieanzeige. Alle Kabelbäume kommen vorkonfektioniert und unterliegen natürlich gewissen Längenbeschränkungen. Evtl. müsst ihr diese also verlängern, bei uns hat es aber exakt gepasst. Wobei wir die mitgelieferten Sicherungen nicht genutzt haben und den Kabelbaum direkt auf unseren 12V Sicherungskasten aufgelegt haben. Dies hat für uns den Vorteil, dass wir alles zentral an einem Ort haben. Drei Kabelbäume sind zur Heizung zu verlegen. 1. Stromversorgung, 2. Steuerung, 3. Kraftstoffpumpe. Letzterer kommt ohne Stecker, sodass es einfacher ist die Leitung aus dem Auto herauszuführen. In unserem Fall durch eine Gummimembran und im Anschluss den Stecker zu verbinden. Alle Stecker sind von unterschiedlicher Bauform, sodass ein vertauschen ausgeschlossen ist.

 

Montage der Heizeinheit

Der einfachheitshalber haben wir uns einen Montageflansch mitbestellt. Dieser sorgt für eine schnellere Montage, da er bereits mit allen Bohrungen und Durchführungen kommt und für eine Temperaturabschottung zu umliegenden Bauteilen sorgt. Hier gibt es verschiedene Höhen, je nach Bodendicke. Messt vorher genau nach. Bei uns hat der kürzere Flansch gereicht, da ich diesen bündig in den Boden eingelassen habe.

 

 

Es heißt also, wie beim Camperbau so oft, ein weiteres Loch ins Auto schneiden. Dank des rechteckigen Einbauflansches lässt sich dieses sehr einfach anzeichnen und mit der Stichsäge austrennen. Ich empfehle das Loch ca. 1-2mm größer als den Flansch anzufertigen, sodass ein gleichmäßiger Spalt außen entsteht. Dieser verhindert später, dass der Edelstahlflansch an eurer Karosse reibt und die im nächsten Schritt aufgetragene Rostschutzgrundierung entfernt. Während die Farbe trocknet kann es an anderer Stelle weiter gehen.

 

Tankentnehmer

Im Grunde gibt es 3 Möglichkeiten um den Diesel aus dem Tank abzupumpen und zur Heizung zu fördern. Für alle Varianten muss allerdings erstmal Zugang zum Tank hergestellt werden. Dazu im Innenraum zwischen Beifahrer und Fahrersitz die Abdeckung aufmachen (drei Befestigungen). Danach die drei Phillips Schrauben entfernen und ihr habt die Tankeinheit vor euch:
  • Option 1: inkludierter Abnehmer in die originale Peugeot Boxer Pumpen- und Schwimmereinheit
  • Option 2: inkludierter Abnehmer in die Entlüftung der Tankeinheit
  • Option 3: Webasto Fuel Fix, ebenfalls direkt in die Pumpen- und Schwimmereinheit
Wir haben uns für Option 1 entschieden, da wir uns die Kosten für den Webasto Entnehmer sparen wollten und das Aufbiegen des mitgelieferten Abnehmers sowie die Abdichtung um Option 2 zu machen eigentlich nicht die saubere Lösung ist. Vorteil allerdings, dass man sehr einfach an die Entlüftung heran kommt (nur eine Befestigung).

 

 

Hier nahm das Dilemma seinen Lauf. Für Nr. 1 wird der Tankring entfernt und die gesamte Pumpen- und Schwimmereinheit heraus genommen. Dazu Vor- und Rücklauf trennen (Gelben und blauen Sicherungsclip entfernen und mittels Eindrücken der grauen Verrieglung Schläuche abziehen). Die große, schwarze Entlüftung ist nur mit der Mutter gesichert und kann danach nach oben abgezogen werden. Der Widerstand kommt von den O-Ring Dichtungen. Zuletzt nur noch den Stecker entriegeln und abziehen. Jetzt kann der Tankring gelöst werden.

 

Weiter geht es mit dem Sprit-Abnehmer, der entsprechend gebogen, eingekürzt und abgeschrägt wurde (googelt nach der Einbauanleitung einer Webasto Standheizung im Ducato und ihr findet eine Schablone zum nachbiegen). Für die Montage wird ein Loch mittig zwischen Stecker und Vor- sowie Rücklaufleitung gebohrt, sodass der Abnehmer von innen durchgeführt werden kann.
Von außen kommt die Dichtung sowie Scheibe und Kontermutter. Ich habe zusätzlich noch Kraftstoffresistente Dichtmasse genutzt.

 

Dabei ist direkt beim Abbau der Tankring gebrochen, obwohl er schon lose war. Einfach bei der letzten Umdrehung durch unser Treiberwerkzeug in zwei Hälften gesprungen. Neuer Tankring bei Peugeot 18€, weiter ging’s…. durch die ungünstige Einbauposition ließ sich aber der neue Ring nicht ansetzen.
Denn, wenn der Tank nicht fast leer ist und er längere Zeit ohne seinen Deckel verbaut ist, kann es passieren, dass sich die Öffnung in Richtung Oval verändert.
So auch bei uns. Der Tank ist extra aus einem schlagzähen Kunststoff, sodass er sich bei einem Unfall verformen kann, aber nicht bricht. Diese Eigenschaft wurde uns in dem Fall zum Verhängnis, denn ich durfte im Anschluss den gesamten Tank ausbauen. Laut anderer Berichte muss ein neuer Tank verbaut werden, was aber nicht der Fall ist.

 

Den Tank fix ausgebaut und auf dem Tisch, verlief die Operation dann endlich nach Plan. Mit etwas Wärme und richtiger Handhabe ließ sich der Ring drauf drehen, sodass dieses Thema endlich abgeschlossen war.

 

Hier kommt der Fuel Fix ins Spiel. Dieser wird an selber Stelle montiert. Funktioniert aber wie ein Blindniet. Es wird also nur die Abdeckung zum Tank entfernt und nichts weiter demontiert.
Loch rein bohren, Fuel Fix biegen und ablängen, einführen und Schraube anziehen, bis sie abreißt. Von innen wird dabei das Metall aufgespreizt, sodass eine feste Verbindung hergestellt wird. Anstatt stundenlanger Arbeit ist man mit dem Abnehmer in 15 min durch.
Beim bohren des Loches entstehen auch nur zwei große Späne, die nach außen abgeführt werden, sodass man eigentlich keine Sorgen haben muss, sie später im Tank zu haben. (Bohrer liegt dem Fuel Fix bei)

 

Bei der Montage ist darauf zu achten, dass euer Kraftstoffentnehmer nicht den Weg des Schwimmers für die Tankanzeige behindert und das die Schwimmereinheit mit dem Pfeil wieder auf den Pfeil des Tankes zeigt. Nach sorgfältiger Reinigung kann alles wieder zusammengebaut werden. Damit das Stromkabel zur Spritpumpe geführt werden kann, habe ich ein Loch in die Abdeckung gebohrt und mittels Gummimembran verschlossen.

 

Kraftstoffleitungen

Da wir nun wissen wo die Heizung später sitzt und sich der Tankabnehmer im Tank befindet kann alles miteinander verbunden werden. Entsprechend der beschrifteten Tüten nehmt ihr euch die Montagekits zur Hand und stückelt die Leitungen zusammen.
Mittels der kurzen Gummischläuche wird immer von einem Bauteil auf die Kraftstoffleitung adaptiert.

 

Vom Tankabnehmer geht es so erst zum Filter, ich habe diesen ebenfalls zur Pumpe gebaut, sodass man ihn auch einfach wechseln könnte. Dann von der Pumpe nach hinten zur Heizung. Dabei ist es wichtig, dass die aus Kunststoff gefertigte Leitung nicht scheuern kann. Keine engen Biegeradien, nicht über scharfe Kanten oder anderweitig zu Beschädigungen führenden Bauteile legen. Zum weiteren Schutz kann auch diese Leitung in ein Leerrohr gelegt werden – je nach Bedarf. Die Pumpe ist mit dem Auslass leicht nach oben geneigt, sodass die Luft im System einfach entweichen kann.
In unser Variante hat die Leitung perfekt gereicht, um entlang eines vorhandenen Kabelbaums auch die besagte Kraftstoffleitung zu legen. Es konnten somit bestehende Halter vom Fahrzeughersteller weiter genutzt werden.

 

Montage der Heizeinheit Teil 2

Nachdem die Rostschutzgrundierung Zeit zum Durchtrocknen hatte, haben wir die Bodendämmung auch an dieser Stelle verklebt. Dabei aber rund um den Flansch minimal Abstand gelassen. Bodenplatte drauf und Flansch mittig über dem zuvor gesägten Loch verschraubt. Mit temperaturbeständiger Dichtmasse habe ich den Flansch zur Karosse abgedichtet, sodass kein Wasser eindringen kann.

Die Planar 2D kann jetzt aufgesteckt und mit den Muttern verschraubt werden. Im Innenraum können die drei Stecker angeschlossen werden. Für die geheizte Luft liegt ein 60 mm Schlauch bei, der bei uns mittig zwischen die zwei Sitze, zu den Füßen geleitet wird. Für dessen Befestigung in der Trennwand gibt es einen passenden, extra zu bestellenden Adapter. Die Ausströmblende muss ebenfalls gesondert bestellt werden.

 

Ansaugung & Auspuff

Die Autoterm 2D hat zwei getrennte Kreisläufe. 1x den Luftstrom der Verbrennung (Ansaugung draußen, Verbrennung, Auspuff draußen) 1x den der Heizluft.
Auch hierfür sind wieder passende Montagekits vorgepackt. Tüte aufreißen und montieren. Dieser Teil der Installation geht recht schnell von der Hand. Da nur passende Montagepositionen gesucht werden müssen (Schaubilder in der Anleitung, die Öffnungen nicht in Fahrtrichtung) und etliche Löcher bereits vorgegeben sind, müssen auch hier nur passende M6 Einziehmuttern montiert werden. Passende Halter, Schrauben etc. sind alle enthalten.
Die Ansaugung soll so kurz wie möglich gehalten werden, es ist allerdings sicherzustellen, dass keine Abgase aus dem Auspuff wieder angesaugt werden können.

 

 

In den Bildern haben wir den Flansch schon montiert gehabt und mit hitzebeständiger Dichtmasse eingedichtet, um auch einfach das Loch zu schließen. Ihr könnt aber auch erst vorher draußen die ganzen Schläuche anschließen. Mit Ringratsche und Bitknarre ist es aber auch eingebaut kein Problem. Zumal ich es einfacher fand den Flansch vorher abzudichten, ohne dass die Schläuche und Leitungen im Weg sind.

 

Die Kunststoffansaugung lässt sich direkt nach der Kürzung mittels Schellen montieren. Die Metallrohre des Auspuffs müssen erst einmalig 15 mm geschlitzt werden, damit die Schellen auch die Möglichkeit haben sie zu klemmen.

 

Nachdem die Auspuffsposition gefunden ist, muss an der tiefsten Stelle eine Ablaufbohrung in den Schalldämpfer gesetzt werden. Ebenso in die Ansaugung oder die Auspuffrohre, wenn diese nochmals ansteigen und die tiefsten Punkte nicht der Einlass/Auslass ist. Sonst kann das angesammelt Kondenswasser nicht ablaufen. Für das Auspuffrohr Heizung zu Schalldämpfer liegt eine Isolierung bei.

 

Heizung START

Die Montage ist abgeschlossen. Prüft nochmals ob alles korrekt montiert ist, alles fest und alle Stecker angeschlossen sind. Steckt die Sicherungen bzw. stellt die Stromversorgung her. Da die Kraftstoffleitungen noch leer sind, gilt es diese zu entlüften. Auch hier gibt es mehrere Möglichkeiten. Von Autoterm gibt es dazu wohl ein extra Gerät – kostet natürlich und wird nur einmalig benötigt.  Warum die Steuereinheit keinen Wartungsmodus genau für so ein Fall hat, ist mir schleierhaft, da vermutlich sehr simpel zu programmieren…

Provisorisch haben das comfort Bedienteil sowie unsere Batterie Anzeige auf einem gelaserten Brettchen Platz gefunden, die spätere Einbauposition wird ebenfalls im Holm hinter der Schiebetür sein, allerdings natürlich fest montiert.

Weiter geht es mit dem entlüften der Kraftstoffleitung.

Die Pumpe lässt sich hierfür auch direkt mit 12V anschließen und fördert so auch Kraftstoff. Da sie aber angeblich per PWM gesteuert wird, kann es laut Autoterm zu Problemen führen. Daher wenn so angeschlossen, immer nur in kurzen Impulsen laufen lassen. Allerdings ist eine PWM Ansteuerung normalerweise mit 3 Leitungen und nicht nur mit Plus und Minus. Wir haben einfach alles verbunden, wie vorgesehen und über das Bedienteil direkt die Heizung gestartet. 3 Versuche hat es gebraucht, aber beim 3. Mal ist die Heizung gestartet und konnte 1 std ihren Einbrennzyklus auf 100% Leistung vollführen. Davor kam immer ein Fehler, da die Heizung aufgrund von Kraftstoffmangel nicht starten konnte. Während die Heizung jetzt läuft, gilt es alle Kraftstoffverbindungen sowie den Auspuff auf Undichtigkeiten zu prüfen. Wenn alles soweit in Ordnung, einfach weiter laufen lassen, sodass sich etwaige Fertigungsrückstände einbrennen bzw. wegbrennen können.

Aktuell ist die Heizung wie auf dem Bild verbaut und mittels Schlauch zu einem einzelnen Ausströmer mittig in der Trennwand verbunden. Später, wenn die Trennwand final montiert wird, werde ich noch einen Kasten mit Ansaugöffnung um die Heizung bauen, somit ist sie vor Ladung im Kofferraum geschützt und evtl. auch etwas gedämmt. Die Heizung ließ sich leider nicht näher an die Trennwand bauen, da die Karosserie des Boxers unterhalb einen massiven Träger hat. Allerdings ist dies kein großer Nachteil, denn somit hat die Box, die später herum gebaut wird auch ein größeres Volumen.

Deckeninstallation

Für die Decke haben wir eine Akustikpanel-ähnliche Optik gewählt. Allerdings waren normale Akustikpanele aus dem Baumarkt nicht nur für die Fahrzeuglänge zu kurz, sondern auch sehr kostspielig. Um eine vergleichbare Optik zu erlangen haben wir die Decke zuerst mit schwarzem Stoff abgehangen und getackert. Als Unterkonstruktion dienen uns kurze Holzreststücke, die wir vom Bodenbau übrig haben. Diese kurzen Stücke reichen genau von Sicke zu Sicke und sind einzeln mit dem Dach verklebt. Dadurch lässt sich die nicht komplett plane Dachhaut perfekt für unseren Zweck abbilden. Um nicht noch weitere Einschränkungen in der verfügbaren Deckenhöhe zu haben, wurden diese NEBEN die originalen Verstärkungsstreben geklebt. Ganz im Gegensatz zu der oft gezeigten Montage mittels Einziehmuttern AUF den Verstrebungen. Sika 554 regelt – nach Aushärtung konnte man sich an diesen kleinen Klötzchen mit dem gesamten Körpergewicht hochziehen. Es hat sich eher das Dach verformt, als dass sich die Kleberverbindung löst.

Je nach gewünschter Optik können jetzt die Holzlatten direkt an die Unterkonstruktion geschraubt werden. Um immer den perfekten Abstand zu erhalten, hilft ein Abstandshalter aus Restholz. Wir haben die Leisten vor Einbau noch mit eichenfarbender Lasur gestrichen und entsprechende Löcher bzw. Kabelkanäle für die Deckenbeleuchtung angebracht.

Auf den Bildern sind ebenfalls schon einige Wände zu sehen. Die Radhausverkleidungen mit Aussparungen für den Wassertank, mit Option auf einen zweiten Tank gegenüberliegend. Die Trennwand zwischen Heckgarage und Innenbereich, welcher später noch mit Ausziehtisch und einigen anderen Durchführen erweitert wird. Dazu die Abdeckung für den Stauraum oberhalb der Fahrerkabine, bei dem auch die Öffnung noch fehlt.

 

Wassersystem

Da die Küche noch nicht verbaut ist, geht es hier vielmehr um Bevorratung und Förderung. Wir haben uns für einen 40 l Tank entschieden, der hochkant perfekt in die Nische zwischen Radkasten und Rückleuchten passt. Falls sich später rausstellt, dass die 40 l nicht ausreichen, wäre eine Erweiterung gegenüberliegend kein Problem. Der Tank passt perfekt bis unter das Bett und nimmt so kaum Platz in der Heckgarage ein.

Desweiteren haben wir uns gegen ein Druckwassersystem entschieden, da lauter, teurer und durch mehr Komponenten nur aufwendiger. Der Druck unserer Tauchpumpe sollte auch für eine Dusche ausreichen, zumal wir für später nur eine Außendusche geplant haben. Allerdings sind wir zwingend auf einen Schalterbasierten Wasserhahn angewiesen, da dieser erst bei Betätigung die Pumpe startet. Durch ein Rückschlagventil hinter der Pumpe, steht die Leitung trotzdem voll Wasser, sodass auch ohne ständigem Systemdruck, das Wasser sofort aus dem Hahn kommt.

Für die Montage benötigt es eigentlich nur ein paar Durchführungen und einen Stufensenker. Die Tanks kommen in der Regel immer ohne Öffnungen (neben dem Reinigungsdeckel), sodass ihr alles frei entscheiden könnt. Es braucht Öffnungen für folgendes: 1. Entlüftung, 2. Wasserausgang, 3. Strom. Zum Befüllen haben wir in dem Fall die Reinungsöffnung genommen, später kommt ein 40 mm Schlauch auf den entsprechend dafür vorgesehenen Abgang zu einem Füllstutzen.

Die Schläuche sind von Lilie und extra für Trinkwasser vorgesehen. Für einen extra Schutz, haben wir sie nochmals in ein Leerrohr gelegt. Das schwarze sowie orangene Kabel sind als Vorbereitung für einen Wasserboiler bereits verlegt, ebenso der weiß/rote Schlauch, falls wir später doch Warmwasser hinzufügen wollen. Anstatt Schellen haben wir Kabelbinder genutzt, da diese hoffentlich nicht so viel an das Wasser abgeben wie eine metallerne Schelle, wobei der Sicherungsclip auch aus Metall gefertigt ist, allerdings Edelstahl.

 

 

Wir sind dann erstmal Weg, auf zum ersten Technik Test:

 

 

Demnächst geht es mit der Küche weiter. Ein kurzer Ausblick:

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