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[Projekt] Datsun 280z Teil 13

Update Oktober 2021

 

Eigentlich sollte den gesamten Sommer schon fleißig Kilometer auf den Datsun gefahren werden. Stattdessen haben sich einige Termine verspätet und wie es immer so ist, gab es noch etliche Kleinigkeiten zu tun. Soviel vorweg, die Fairlady ist seit knappen 2 Monaten auf der Straße zugelassen und die ersten ca. 1000 km sind gefahren. Damit die Artikelserie hier nicht endet gibt es aber schon neue Vorhaben für den Z, aber dazu später mehr.

Aufgehört hat es im letzten Artikel mit dem Grill. Nach dem Pulverbeschichten, in neuem schwarzen Glanz, konnte der Grill sowie die vordere Stoßstange angepasst und eingebaut werden. Im Anschluss kam die von dbilas reparierte Nockenwelle mitsamt neuer Kipphebel hinein. Wie man auf den Bildern zum Vergleich mit der von Schneider neu geschickten Welle sieht, sind jetzt alle Nocken glänzend und nicht nur die Nockenwellenlager. Bei dbilas wird erst nach dem Härteverfahren auf Maß geschliffen. Mit dem Einbau der Motorhaube war der Datsun komplett und es ging an die Fahrwerksvermessung.

Tatsächlich lässt sich ein Kfz mit nur wenigen Hilfsmitteln auch selber vermessen. Wie sich später herausstellt sogar sehr gut. Dazu brauchte es nur eine Wasserwage (digital oder Maschinenwasserwage), 4x PTFE Kunststoffplatten als „Rutscher“ für die Reifen, 2x Stangen und etwas beschwerte Schnur. Dabei sollte vorher mit einem Laser geschaut werden, ob der Untergrund auch gerade ist. Die Abweichung von links nach rechts sollte unterhalb von 1 mm sein. Ansonsten müssen noch weitere Ausgleichsplatten unter die Räder gelegt werden.

Das Auto wurde mit Wasserkisten auf halbvollen Tank und mit Fahrer beschwert, das Lenkrad in der Mittelposition mit zwei Spanngurten arretiert und es ging an Höhen-, Spur-, Sturz- und Nachlauf-Einstellungen. Zur Überprüfung wurde der Z nochmal über kreuz und mit vollem Lenkanschlag verschränkt, um auf etwaige Engstellen zu prüfen.

Die Stangen werden vor und hinter dem Auto auf Höhe der Felgen positioniert und haben im besten Fall auf beiden Seiten eine kleine Kerbe. Diese Kerbe muss bei beiden Stangen exakt gleiche Maße aufweisen und dient als Führung für die Schnur – hier eine Angelschnur, da besonders dünn. Mittels eines Stahlmaß können jetzt die Stangen/Schnüre gemittelt werden. Es wird also eine Box um das Auto aufgebaut, indem vorn, wie hinten, zur Felgenmitte gemessen wird. Hiermit lässt sich die Spur prüfen und entsprechend einstellen. Den Sturz kann man direkt mittels digitalem Inklinometer/Wasserwage ablesen – dazu einfach nur vertikal über das Felgenhorn messen. Beim Nachlauf wird es etwas komplizierter, hier gibt es eine Kombination aus einem gewissen Linkwinkel und einer gleichzeitigen Sturzmessung. Dabei müssen die Werte in eine Formel eingesetzt werden und man erhält den Nachlauf. Das Ganze dient hier allerdings nur als grober Überblick, hierzu gibt es etliche Tutorials – auch gern mal unter dem Thema „String Alignment“ zu finden.

So präpariert ist der Wagen eigentlich erstmal FERTIG. Wobei man dieses Wort im Zusammenhang mit so einem Projekt vermutlich nie in den Mund nehmen kann. Naja… weiter gings zu einem Auswärtstermin.

 

Beim Thema Vergaser einstellen, synchronisieren, bedüsen und auch Zündkurven herausfahren, habe ich es dann doch lieber dem geübten Profi überlassen. In guter Gesellschaft ging es für den Z auf den Prüfstand. Andere Leerlauf und Hauptdüsen wurden verbaut, das Gestänge wurde nochmal feinjustiert und die Vergaser mussten auch nochmal etwas in der Aufhängung verändert werden. Nach ca. einer Woche Arbeit lief der Hobel dann:

Leider hat sich hierbei herausgestellt, dass der Motor doch nicht mehr ganz so frisch ist. Nach dem die Kompression auch im warmen Zustand gemessen war, kam sehr schnell die Ernüchterung ….. die Kolbenringe haben es hinter sich. Der Motor verbrennt also leider etwas Öl. Die genaue Menge habe ich noch nicht ermitteln können, aber es ist genug um sich nach alternativen umzuschauen. Links Kompressionsmessung kalt und rechts mit warmen Öl.

Gesagt, getan – Florian, ein sehr hilfsbereites Gründungsmitglied aus unserer Datsun Community, der im übrigen auch DATSUN AUTOWERK betreibt, hatte noch einen Motor liegen. Also kurz Maß am Kombi-Kofferraum und am Motor genommen und ab nach Frankfurt. Tatsächlich lässt sich so ein L28 nach Demontage der Anbauteile direkt in den Kofferraum verladen. Nach einem ausgedehnten Datsun Plausch ging es noch weiter zu einer anderen Adresse… hier kam noch ein weiteres Teil für Version 2.0 dazu, aber dazu in einem späteren Beitrag mehr.

Nur so viel, es ist aus einem Skyline R32 und die ersten OEM Teile hierfür sind auch bereits aus Japan eingetrudelt.

 

Die restliche Zeit habe ich sehr gut mit Testfahrten füllen können. Es ging zu einigen Treffen, aber auch mal zu Fotoshootings.

Mit dem Herbst-Fotoshooting ging die Saison auch schon zu Ende. Hoffentlich bleibt in 2022 etwas mehr Zeit um den Z bei Ausfahrten zu genießen.

Zum Thema V2.o gibt es im kommenden Artikel mehr. Mit der Fairlady werde ich jetzt für die Versicherung noch ein Wertgutachten machen müssen. Dazu werden über den Winter die Vergaser nochmal demontiert und zum Setzen einer 4. Bypassbohrung eingeschickt. Hierdurch soll der Übergangsbereich Leerlaufdüsen zu Hauptdüsen etwas verbessert werden. Ruckeln von ca. 2000-2800 RPM soll unterbunden werden.

 

 

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