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[Review] Noctua´s Neuauflagen im Doppeltest

 

Kompatibilität

Noctua hat alle aktuellen Modelle mit dem SecurFirm 2 Montagesystem ausgestattet, so auch unsere beiden Testkandidaten. Dieses System erlaubt es beide Kühler auf allen aktuellen Systemplattformen zu verbauen. Im Folgenden sind es bei Intel: LGA2011/-3, LGA1150, LGA 1151, LGA1155, LGA1156 und bei AMD: AM2, AM2+, AM3, AM3+, FM1, FM2.

Wie ihr evtl. auch schon bei unseren anderen Artikeln über Noctuas Kühler gelesen habt, ist dieses System auch zu zukünftig erscheinenden Sockeln kompatibel. Das Ganze sogar KOSTENLOS, denn bei einreichen einer Rechnung eines entsprechenden Kühlers sowie der Rechnung für Mainboard oder CPU, schickt euch Noctua ein kleines Päckchen nach Hause. Jetzt gerade zum Release der neuen Sockel 1151, bzw. für die Skylake CPUs gibt es wieder ein entsprechendes Kit seitens Noctua, welches ihr ganz einfach anfordern könnt. Das Kit hört auf den Namen NM-i115x, da der Lochabstand bei LGA1150, LGA1151, LGA1155 und LGA1156 identisch ist, müssen aber vermutlich nur wenige Nutzer dieses Kit ordern. Wie es mit der Kompatibilität bezüglich RAM und PCIe Slots aussieht, werden wir nach der Montage schauen. Da gerade diese beiden Versionen hauptsächlich dahingehend Verbessert wurden. Evtl. werden wir hier weniger Einschränkungen haben als noch bei den normalen Modellen ohne S im Namen.

 

Montage

Die Montage gestaltet sich dank des SecuFirm2 Systems sehr einfach und braucht nur wenige Teile. Hier bei unserem Beispielsystem handelt es sich um ein Intel Sockel 1155 Mainboard, dafür braucht es die metallene Backplate mit Stehbolzen, vier Kunststoff Abstandshalter, vier Muttern und zwei Montagebrücken. Da das SecuFirm vereinheitlicht ist, sind die Bauteile beim D15S und auch beim C14S identisch. Mithilfe der bebilderten Anleitung sollte somit einer schnellen und einfachen Montage nichts im Weg stehen. Das System ist erfreulicherweise auch so entwickelt, dass man die Schrauben nicht zu fest anziehen kann und somit keinen übermäßig hohen Anpressdruck erzeugen kann.

 

NH-D15S

 

Durch das asymetrische Design lässt sich der Kühler nur in eine Richtung sinnvoll montieren, hier sollte also der Überhang eher zum oberen Mainboard Rand liegen, damit mehr Platz zu den PCIe Slots liegt. Dies war ja einer der Hauptgründe für die Neuauflage des D15. Nur wurde das Logo dafür falsch herum eingestanzt und sitzt bei aufrechtem Motherboard auf dem Kopf. Gerade bei Gehäuse mit Sichtfenster könnte das die Optik trüben.

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IMG_5421Wenn man aber den Blick zu den PCIe Slots lenkt, sieht man schon etwas mehr Platz, die verschobenen Heatpipes sorgen also wirklich für die Möglichkeit eine Grafikkarte im ersten Steckplatz zu verwenden. Es ist nur ein hauch Platz zwischen Kühler bzw. Lüfterhalteklammer, welche am weitesten herausragt und der Grafikkarte, aber die Montage ist möglich.

Zum Thema Platz für umliegende Komponenten kommen wir auch gleich auf RAM zu sprechen, hier ist dank der unteren Aussparungen Platz geschaffen worden für bis zu 65 mm hohe Module. Da die Aussparungen auf beiden Seiten sind, gilt dies auch für Sockel 2011 Mainboards, welche rechts und links neben der CPU RAM Bänke besitzen.

Zum Vergleich hier noch mal ein Bild des normalen D15, man sieht hier deutlich wie viel die Asymmetrie wirklich gebracht hat.

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Noctua NH-D15

 

 

NH-C14S

 

Beim Anbringen des C14S hat man direkt mehrere Möglichkeiten, denn die Montagebrücken können um 90° gedreht werden, sodass die Heatpipes entweder zum PCIe Slot oder zum IO Panel zeigen. Bei beiden Varianten ist genug Freiraum für die Grafikkarte im ersten Slot. Falls z.B. in einem HTPC keine Steckkarte im ersten PCIe Slot verwendet wird, kann dieser Kühler sogar in jeder Position verwendet werden (z.B. Heatpipes zu den RAM Slots).

c14smontage90

 

Zum anderen kann man je nach Verwendung den beigelegten A14 PWM Lüfter oben als Top Blower verwenden. Dies bewirkt auch gleichzeitig mehr Platz für den RAM (bis zu 70 mm) oder auch unten verbauen. Noctua spricht von Low Profile und High Clearance Modus. Der Lüfter in der unteren Position verbaut ist der Low Profile Modus, da hier der komplette Kühler nun eine Bauhöhe von nur noch 115 mm hat. Dabei saugt der Lüfter allerdings von der Mainboardseite und bläst es anschließend durch den Kühlkörper, d.h. die umliegenden Komponenten werden etwas schlechter gekühlt. Den CPU Temperaturen macht dies allerdings nichts, wir haben einen Unterschied von nur 0,5°C festgestellt, das kann man auch unter Messabweichung verbuchen.

 

topdown_fan

 

Mit den mitgelieferten Halteklammern besteht bei beiden Modellen die Option auf einen zweiten Lüfter am Kühlkörper, dies schränkt in den meisten Fällen aber die Kompatibilität stark ein und sorgt meistens auch nicht für ein starkes Leistungsplus – hier sollte man sich vorher genau überlegen ob man wirklich einen zweiten Lüfter braucht.

 

Inhaltsverzeichnis:

  1. Einleitung/Unboxing/Lieferumfang
  2. Lüfter/Kühler
  3. Kompatibilität/Montage
  4. Leistungsmessung
  5. Fazit

 

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Kommentar (1)

  1. […] geschnappt und schauen was Deepcool mit dem Assassin III zu leisten im Stande ist. Den NH-D15 bzw. NH-D15S, den wir hier für den Artikel nutzen, haben wir bereits in eigenständigen Artikeln getestet. […]

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